Auto Versicherung – in Europa nicht einheitlich

Vieles schon hat die EU-Kommission in Brüssel schon versucht zu regulieren und auf einen Standard zu bringen. Einige Dinge werden durchaus auch als nützlich empfunden. Insbesondere solche Regelungen wie Fluggastrechteverordnung 261/2004, die sicherstellt, dass Fluggäste innerhalb der EU, wenn sie mit einer EU-Airline unterwegs sind, auch Schadenersatz bzw. eine Entschädigung erhalten, wenn der Flug annulliert oder verspätet ist. Noch nicht so ganz reguliert ist indes die Auto Versicherung. Jedes Land hat sein eigenes System und auch die Mindestdeckungssummen sind noch recht unterschiedlich. Vor allem Italien hat bisher versäumt die Deckungssummen den Mindeststandards anzugleichen. Doch auch hier gab es Nachbesserungen. Doch bisher noch nicht zur vollen Zufriedenheit der EU-Kommission. Doch unterschiedlich hohe Mindestdeckungssummen können Urlaubern in der EU ganz schöne Probleme bereiten bei einem Unfall mit dem eigenen Auto im Urlaub.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

Zusatzversicherung erforderlich

Denn die Deckungssummen im Heimatland des Urlaubers gelten dabei nicht. Es gelten vielmehr die Deckungssummen in dem Land, in dem der Unfall passiert. Da nun einmal Italien, aber auch Tschechien und Griechenland niedrigere Mindestdeckungssummen haben, ist eine Zusatzversicherung empfehlenswert. Dann geht der Urlauber auf keinen Fall ein Risiko ein. Während in Deutschland die Mindestdeckungssummen für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro liegen und für Sachschäden bei 1,12 Millionen, hat man in Italien gerade einmal eine Mindestdeckungssumme für Personenschäden von 2,5 Millionen Euro und für Sachschäden von 500.000 Euro. In Schweden indes gibt es je 33,95 Millionen Euro Mindestdeckung in Bezug auf Personenschäden und der gleichen Summe bei Sachschäden. Damit ist Schweden in ganz Europa federführend.